Hochschule und Pogo-Anarchie


Uni-Balkanisierung jetzt!

Studiengebühren? Ja, aber wie!


APPD und Hochschule? Wie passt das denn?

Dieser Widerspruch springt jedem Kenner unserer Politik sofort ins Auge, ist doch die APPD mit den zentralen Forderungen nach totaler und ultimativer Rückverdummung sowie der Einführung der Jugendrente die Vertreterin der bildungsfernen Unterschicht und nicht universitär verblödeter Akademiker. Trotz unserer kritischen Haltung gegenüber weiten Teilen akademischer „Bildung" erkennen wir jedoch grundsätzlich den Bedarf an Hochschulen an. Entspringt er doch dem Bedürfnis vieler junger Menschen, ein genußvolles Leben ohne produktive Arbeit zu führen. Wir begrüßen diese Einstellung und sehen darin eine Bestätigung unserer langjährigen Aufklärungsarbeit. Auch bei Leistungswilligen erkennen wir das Bedürfnis, an einer Universität herumzulungern und sich mit „Wissen" vollzustopfen. Belegen doch wissenschaftliche Studien, dass ein Hochschulabschluss die Chance auf Arbeitslosigkeit erheblich verringert. Dieser Klientel muß getreu unserer Leitlinie „Jedem muß ein Leben nach seinen Bedürfnissen ermöglicht werden!" Gelegenheit gegeben werden, sich in einem strikt leistungsorientierten Umfeld binnen kurzer Zeit für den Arbeitsmarkt fit zu machen, um sich dort lustvoll einem Leben voller Arbeit hingeben zu können. Schließlich erkennen wir durchaus den pogo-anarchistischen Wert gewisser Teile der Pharmazie, Biotechnologie, Genetik, Physik und natürlich des Raumfahrt- und Brauingenieurwesens und unterstützen vorbehaltlos die Forschung nach neuen Drogen, Ersatzlebern, Transmittern, überlichtschnellen Raumschiffen und vollautomatisierten Brauereien.

Studiengebühren ja! Aber wie?

In der aktuellen Hochschuldebatte steht die APPD Hessen voll und ganz hinter dem Konzept allgemeiner Studiengebühren, denn sie allein bieten Gewähr dafür, dass jedem potentiellen Akademiker ein artgerechtes Studium und somit die Erlangung des heißersehnten Diploms ermöglicht wird. Im Unterschied zu allen anderen Parteien beschreitet die APPD bei der Bemessung der Uni-Steuer ganz neue, revolutionäre Wege.

Kosten = Nutzen

Für uns gilt das Prinzip „Kosten = Nutzen", d.h. die Studiengebühren sollen sich am wirtschaftlichen Nutzen des Studiums für den Absolventen ausrichten. Dem einfachen wie auch genialen Gedanken liegen diverse wissenschaftliche Untersuchungen zugrunde, die belegen, dass viele Studiengänge dem Absolventen überhaupt keine wirtschaftlich verwertbaren Fähigkeiten vermitteln.
So sind gerade Absolventen Geistes-, Kultur- und sozialwissenschaftlicher Fächer sehr häufig genötigt, nach Beendigung des Studiums unbezahlte Praktika zu absolvieren. Darüber hinaus ergibt sich nach einer Hochrechnung von Arbeitsagenturdaten ein permanenter Bestand von nahezu einer Viertelmillion Praktikanten, die einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss haben oder anstreben. Überraschenderweise erfordern aber nur 15 Prozent der mit ehemaligen Praktikanten besetzten Stellen überhaupt eine Hochschulausbildung! Genau dies bestätigt eine weitere Untersuchung, derzufolge die Hochschulbildung für viele Absolventinnen keine bildungsadäquate Humankapitalrendite mehr erwirtschaftet und sie zunehmend in Tätigkeitsfeldern arbeiten, für die sie eigentlich überqualifiziert sind. Interessant ist auch, dass viele Akademikerinnen sich mit dem harten ALG-II-Brot begnügen müssen. So verfügen derzeit immerhin rd. 240.000 Hartz-IV-Empfänger über einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluß. Sehr viel weniger Akademiker kriegen ALG I, auf das man erst nach einer sozialversi-cherungspflichtigen Beschäftigung Anspruch hat. 

Studieren ist Scheiße!

Wer hätte es (außer uns) gedacht: Ein Studium ist für viele Studenten wirtschaftlich unnütz oder sogar schädlich. Hieran knüpft unser Modell der Studiengebührenberechnung an: Jedem Studierenden eines als nutzlos anerkannten Faches (Soziologie, Pädagogik, Politologie, etc.pp.) ist ein in vollem Umfang kostenfreies Studium zu ermöglichen. Ein rein kostenfreies Studium geht aber unseres Erachtens keinesfalls weit genug. Staatliche Verantwortung: Rente ab 25! Es stellt ein Gebot sozialer Verantwortung dar, dass der Staat Langzeitstudenten für die durch das Studium erlittene Humankapitalvernichtung entschädigt. Wir fordern deshalb die Staatsrente für Studenten ab dem 25. Semester. Wir setzen uns darüber hinaus dafür ein, dass dem vorzüglichen Beispiel unserer hessischen Langzeitstudierenden die gebührende gesellschaftliche Würdigung zuteil wird. Wir werden daher nach Über-nahme der Regierungsverantwortung alle Studierenden ab dem 50. Semester in Anerkennung ihrer Verdienste um unser heimisches Brauereiwesen mit dem hessischen Verdienstorden am Bande dekorieren! 
Dumm und glücklich woll'n wir sein! Deshalb: APPD wählen!